Energiefasten zwischen Fasching und Ostern

Viele gute Vorsätze fürs neue Jahr verpuffen manchmal unbemerkt wie die Wärme aus undichten Fenstern. Hierbei geht viel Energie, auch im übertragenden Sinn, verloren. Energiesparen loht sich generell immer: im alltäglichen Leben und bei der Sanierung eines Gebäudes. Man tut was Gutes für sich und die Umwelt und schont dabei auch noch den eigenen Geldbeutel. Nach Fasching beginnt traditionell die Fastenzeit. Doch wie wäre es, dieses Mal nicht nur auf die Ernährung zu achten, sondern auch auf den eigenen Energieverbrauch im Haushalt? Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg empfiehlt für die nächsten Wochen eine „Fastenkur“ der etwas anderen Art:

Anzufangen ist mit einer einfachen Sparmaßnahme, danach kann peu à peu wöchentlich eine weitere hinzugefügt werden. So kann nach sieben Wochen ein klimafreundlicheres Verhalten im Haushalt einfach umgesetzt werden. Doch wo am besten beginnen? Die folgenden Tipps können bei einer Umstellung auf eine energiesparende Lebensweise helfen:

Woche 1: Richtig Heizen: Die richtige Temperatur kann am Thermostatventil an den Heizkörpern punktgenau eingestellt werden. Ein Grad weniger spart rund 6 % Heizenergie. Als Richtwert gelten 20°C im Wohnraum, 17°C in Küche und Schlafzimmer, und bei Bedarf kann das Badezimmer auf 22°C beheizt werden.


Woche 2: Richtig Lüften: Mehrmals Stoßlüften am Tag, sogenanntes Querlüften, bei dem alle Fenster gleichzeitig geöffnet werden, beugt Schimmelbildung vor und sorgt für frische Luft.


Woche 3: Waschen bei niederen Temperaturen: Den größten Teil der Energie benötigt die Waschmaschine für das Erhitzen des Wassers. So verringert sich der Stromverbrauch bei einer Absenkung von 60°C auf 30°C um bis zu 70 %. Sauber wird die Wäsche dank innovativer Technik trotzdem.


Woche 4: Wäsche an der Luft trocknen lassen: Wer die Bequemlichkeit eines Wäschetrockners kennt, gibt sie nur schwer auf. Dabei ist trockene Wäsche durch etwas Geduld und ein wenig Zeit ohne zusätzliche Energie möglich, und das Aufhängen kann sehr gut als Meditationsübung in den Alltag integriert werden. Dabei das oben beschriebene „Richtig Lüften“ nicht vergessen.


Woche 5: Stand-by-Modus vermeiden: Der ständige Stromverbrauch durch den „Schlafzustand“ der Elektrogeräte ist genauso unnötig wie kostspielig. Mit ausschaltbaren Steckerleisten zwischen Gerät und Steckdose wird der Energieverschwendung ein Ende gesetzt.


Woche 6: Wunderwerk LED: Die umweltfreundlichen und langlebigen LED-Leuchten verbrauchen etwa 80-90 % weniger Strom als ihre alten Vorgänger bei gleicher Lichtintensität. Da lohnt sich ein Rundgang durch das traute Heim, um noch übrig gebliebene Glühbirnen der alten Generation auszutauschen, alle mal.


Woche 7: Versteckte Stromfresser entlarven: Alte Kühlschränke und Waschmaschinen, aber auch Heizungspumpen und Backöfen verbrauchen häufig unverhältnismäßig mehr Strom, als es die neuen und moderneren Geräte mit einer besseren Effizienzklasse tun. Bei einem kleinen Geldbeutel kann das neue Gerät auch als Ostergeschenk für die ganze Familie verpackt werden, schließlich profitieren alle davon, und die Umwelt freut es auch.

Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg wünscht Ihnen viel Erfolg!

Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) e.V. berät zu allen Fragen rund um die Energiewende, z.B. zu energetischer Sanierung, Heizungs- und Fenstertausch, das Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg, Wärmedämmung, Solarenergie und finanzielle Förderungen. Termine zur kostenlosen Energieerstberatung oder Energie-Checks vor Ort können direkt mit der LEA unter 07141 / 688 93-0 vereinbart werden.

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