Teuer, teurer, Heizen?

Die Börsenpreise für Gas sind zeitweise um ein 10-faches höher als im Vorjahr. Doch rund 50 % der deutschen Haushalte sind auf Gas zum Heizen angewiesen. Besonders einkommensschwache Haushalte sind von der Energiearmut bedroht.


Um die Bürger:innen bei den hohen Energiepreisen zu unterstützen, hat die Bundesregierung eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht. So wurde beispielsweise die Mehrwertsteuer auf Gas gesenkt, eine einmalige Energiepreispauschale von 300 Euro sowie ein Entlastungspaket in Milliardenhöhe beschlossen. Außerdem wurde für einkommensschwache Haushalte eine spezielle Unterstützung festgelegt. Es wurde eine Einmalzahlung von 200 Euro, eine Wohngeldreform sowie Heizkostenzuschüsse vereinbart. Denn insbesondere für Menschen mit geringen Einkommen bedeuten die stark gestiegenen Energiepreise eine enorme finanzielle Belastung. Bei ihnen ist der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Einkommen deutlich höher. Um dem entgegenzuwirken, können einkommensschwache Haushalte kostenlose Beratungstermine bei der LEA vereinbaren. Ausgestattet mit Soforthilfen wie Thermostatventile, klebbaren Türbesen, Hygrometern mit Alarmfunktion gegen Schimmel, Energiesparlampen und abschaltbaren Steckerleisten besuchen die Stromsparhelfer nach Vereinbarung Haushalte im Landkreis und bieten Unterstützung bei der Minimierung der Heiz- und Stromkosten an. Das Stromsparcheck-Team der Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) e.V. berät finanzschwache Haushalte individuell zu allen Themen rund ums Energiesparen. Bereits seit 2020 wird das bundesweite Projekt „Stromspar-Check Aktiv“ vom Dachverband der Energieagenturen und dem Caritasverband auch im Landkreis Ludwigsburg umgesetzt. Kostenfreie Termine für die Beratung können unter 07141 / 68893 -024 vereinbart werden. Weitere Informationen sind unter www.lea-lb.de/ssc zu finden.


Dieser Beitrag wurde in der KW 41 2022 in den Amtsblättern unserer Mitgliedskommunen veröffentlicht.

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