Statement zu: Ukraine & fossilen Energien

Auch uns von der Energieagentur Kreis Ludwigsburg hat der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine in den letzten Tagen tief erschüttert. Wir möchten einerseits unsere Solidarität mit der Ukraine aussprechen und andererseits unser Statement zu der hochpolitischen Diskussion um fossile Energieimporte abgeben.


Knapp 50 % der Kohle, über 50 % des Gases, 30 % des Öls und 30 % des Urans (für Atomkraft), die in Deutschland importiert werden, kommen aus Russland [1]. Dafür fließen jährlich mehrere Milliarden Euro. Zwar ist schon lange von einer Wende im Energie-, Wärme- und Verkehrssektor die Rede, allerdings wurden die nötigen Maßnahmen lange verschleppt. Beispielsweise werden immer noch 50 % der Wärmeleistung aus Gas und 25 % aus Öl bezogen.


In den letzten Tagen ließ sich hier in der Bundespolitik ein Paradigmenwechsel beobachten. Denn eine unabhängige Energieversorgung durch erneuerbar Energien schützt nicht nur die Umwelt, sie verhindert ebenfalls, dass unser Kapital in Autokratien investiert wird. Daher unterstreichen wir die Wichtigkeit von globalen Klimaschutzbemühungen, die lokal umgesetzt werden. Dezentrale erneuerbare Energieerzeugung ist aus vielfältigen Gründen friedensstiftend. Sie unterbindet Konflikte um fossile Ressourcen, fördert unsere Unabhängigkeit und verhindert Klimaschäden, die zu einer Destabilisierung in vulnerablen Gebieten führen. Daher ist Klimapolitik auch Friedenspolitik.


Hilfe für die Ukraine

Die Stadt Ludwigsburg will Flüchtende aus der Ukraine pragmatisch und unkompliziert unterstützen. Erste Informationen über Hilfsangebote der Stadt und wie Sie helfen können, finden Sie hier.



[1] https://iea.blob.core.windows.net/assets/60434f12-7891-4469-b3e4-1e82ff898212/Germany_2020_Energy_Policy_Review.pdfhttps://iea.blob.core.windows.net/assets/60434f12-7891-4469-b3e4-1e82ff898212/Germany_2020_Energy_Policy_Review.pdf

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