Kommunale Verkehrswende Herausforderung, aber auch Chance

Die gesetzlichen Klimaziele im Verkehrssektor wurden wieder einmal deutlich verfehlt; die Emissionen stiegen in den vergangenen Jahren, statt zu sinken.


Trotz einiger vielversprechender Ansätze für eine klimaschonende Mobilität prägen Staus, Lärm- und Umweltbelastungen den Verkehr. Laut dem Umweltbundesamt war der Verkehrssektor in den vergangenen zwei Jahren für etwa ein Fünftel der deutschen CO₂-Emissionen verantwortlich.


Das soll sich nun ändern. Mit dem Osterpaket wurde ein Entwurf für ein Sofortprogramm im Bereich Verkehr veröffentlicht, das weitreichende Maßnahmen beinhaltet. Neben der Förderung von Radverkehr und ÖPNV sollen beispielsweise Maßnahmen gegen Dumpingpreise für Flugtickets, der Ausbau der Ladeinfrastruktur oder auch steuerliche Anreize für den Kauf von Elektrofahrzeugen umgesetzt werden. Darüber hinaus sollen ab 2035 nur noch Elektrofahrzeuge zugelassen werden.


Aber auch unabhängig von den Entscheidungen auf Bundesebene können Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen bereits jetzt aktiv an der Verkehrswende mitwirken bzw. ihre bisherigen Bemühungen intensivieren. Der aktuelle Bericht des Weltklimarats IPCC zeigt, dass in keinem anderen Bereich Klimaschutz so günstig umzusetzen ist, wie in der Mobilität. Hier können die bereits vorhandenen Optionen genutzt werden, zum Beispiel Elektroautos statt Verbrenner, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradfahren, Elektroantriebe im Warentransport und Vieles mehr.

Mit dem Aufbau eines kommunalen Netzwerks für nachhaltige Mobilität möchte die die Energieagentur Kreis Ludwigsburg LEA e.V. eine Plattform für Projekte vor Ort bieten. Aus Herausforderungen sollen Chancen werden, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen.



Für aktuelle Infos zu den Projekten kann unter www.lea-lb.de der LEA-Newsletter abonniert werden. Bei Fragen rund um Klimaschutz und Energie steht Ihnen die Energieagentur Kreis Ludwigsburg gerne telefonisch unter 07141/688 93-0 zur Verfügung.


Dieser Beitrag wurde in der KW 19 2022 in den Amtsblättern unserer Mitgliedskommunen veröffentlicht.

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