Förderung für Heizen mit Erneuerbaren Energien

CO2-Preis und bessere Förderung machen erneuerbare Heizungen billiger und fossile teurer.


Mit dem überarbeiteten Klimapaket der Bundesregierung ändern sich auch die Bestimmungen für Hauseigentümer erheblich. Die neuen Regeln verteuern die Energiekosten unsanierter Gebäude mit fossilen Heizungen und verbilligen gleichzeitig gedämmte Häuser, die erneuerbare Energien nutzen. Bei Heizungen auf Basis fossiler Energien werden sich die Energiekosten durch den geplanten CO2-Preis künftig deutlich erhöhen. In den ersten fünf Jahren beträgt der Zuschlag für einen jährlichen Verbrauch von 2.000 Liter Heizöl insgesamt rund 1.200 Euro. In Zukunft soll dieser weiter steigen. Fazit: Energiesparhäuser werden finanziell deutlich attraktiver als bislang.


Ein zentrales Element des Klimapakets ist eine höhere CO2-Bepreisung. Für 2021 ist ein Einstieg mit einem Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 für Kraft- und Brennstoffe des Verkehrs- und des Gebäudebereichs vorgesehen. Das entspricht im Jahr 2021 einem Aufschlag von rund 79 Euro pro 1.000 Liter Heizöl, hat die Fachzeitschrift „Gebäudeenergieberater“ ausgerechnet. Der CO2-Preis steigt 2022 auf 30 Euro pro Tonne CO2, 2023 auf 35 Euro, 2024 auf 45 Euro und 2025 auf 55 Euro pro 1.000 Liter Heizöl.


Hauseigentümer, die in einem 150-Quadratmeter-Haus mit einem durchschnittlichen Energiestandard von rund 2.000 Liter Heizölverbrauch pro Jahr leben, müssen von 2021 bis 2025 Zusatzkosten von insgesamt rund 1.200 Euro einkalkulieren. „Auf Eigentümer und Mieter mit Öl- aber auch Erdgasheizungen kommen künftig noch erheblich höhere Mehrkosten zu“, sagt Anselm Laube, Geschäftsführer der Energieagentur im Kreis Ludwigsburg (LEA). Die Energieagentur berät Interessierte unabhängig und kostenfrei zu Fördermitteln und möglichen Sanierungsschritten. „Der durch den Bund hoch geförderte Austausch fossiler Heizungsanlagen ist dabei nur ein Baustein von vielen. Wir müssen auch den Energieverbrauch der Gebäude deutlich senken“, so Laube weiter.


Geht es um Dämmungen, neue Fenster, die Heizungsoptimierung oder den Anschluss an Wärmenetze, können Hauseigentümer, die ihr selbstgenutztes Wohneigentum sanieren lassen wollen, auch auf die stark aufgewerteten Förderprogramme der KfW zurückgreifen. Kredit- und Zuschussvariante werden nun erstmals gleich hoch gefördert. Ein Zuschuss ist – je nach Effizienzhausstandard – zwischen 30.000 und 48.000 Euro möglich. Bei Einzelmaßnahmen sind es maximal 10.000 Euro.


Am 1. Januar 2020 ist auch die Austauschprämie für alte Ölheizungen in Kraft getreten. Mit der Prämie übernimmt das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis zu 45 Prozent der Investitionskosten, wenn bei einem Kesseltausch ein klimafreundlicheres Modell auf der Basis erneuerbarer Energien eingebaut wird. Auch für effiziente und klimafreundliche Heizungen, die keine alte Ölheizung ersetzen, gibt es Investitionszuschüsse des BAFA: 35 Prozent für Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden, 30 Prozent für Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent und 20 Prozent für Gas-Brennwert-Heizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind. Der Anschluss an ein Fern- oder Nahwärmenetz wir mit 20 Prozent bezuschusst.


Die Energieagentur berät im Rahmen ihrer Bauberatung Energie zu allen Fragen rund um die Energiewende, z.B. zu Fördermitteln, energetischer Sanierung, Heizungs- und Fenstertausch, das Erneuerbare-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg, Wärmedämmung und Solarenergie. Diese unabhängige und neutrale Energieerstberatung ist für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ludwigsburg kostenlos.


Termine für die regelmäßigen Beratungen im Kulturzentrum jeden Dienstag- und Donnerstagnachmittag sowie jeden Freitagvormittag können mit der LEA unter 07141 / 688 93-0 vereinbart werden. Energie-Checks bei Ihnen zu Hause (Eigenanteil 30 Euro) können bei der LEA unter derselben Nummer gebucht werden.


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