Solarwärme-Check: Sonne ist gut, Kontrolle ist besser

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hat bundesweit die Besitzer von mehr als 3.300 Solarwärme-Anlagen zu deren Optimierung beraten.

Umwelt schonen, Heizkosten senken und weniger abhängig sein von Gas und Öl – das erhoffen sich die Besitzer thermischer Solaranlagen. Unsere Auswertung hat ergeben, dass das Potenzial der Technik noch besser ausgeschöpft werden kann. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach geben daher Tipps, wie Besitzer einer solarthermischen Anlage diese optimieren können: [if !supportLineBreakNewLine]

Tipp 1: Selbsttest für Warmduscher Häufig fällt eine Fehlfunktion oder ein Komplettausfall gar nicht oder sehr spät auf, weil der Heizkessel automatisch ersatzweise für warmes Wasser sorgt. Im Sommer daher einfach vorübergehend die Nachheizung durch den Heizkessel außer Betrieb setzen. Bleibt es unter der Dusche angenehm warm, ist alles in Ordnung. Tipp 2: Wärmemengen automatisch zählen Wer genau wissen will, wie viel seine Anlage vom Himmel holt, braucht auf jeden Fall einen Wärmemengenzähler. Bei rund 65 Prozent der von uns getesteten Solarwärmeanlagen fehlt dieser. Daher beim Kauf von Neuanlagen möglichst darauf achten, dass ein Wärmemengenzähler eingebaut wird. Bei bestehenden Anlagen kommt die Nachrüstung vor allem dann in Frage, wenn an der Anlage ohnehin irgendwelche Arbeiten durchgeführt werden müssen Tipp 3: Von Experten warten lassen Fast zwei Drittel der Anlagenbesitzer haben keinen Wartungsvertrag ab- geschlossen, was dazu beiträgt, dass Störungen oder Totalausfälle der Anlage lange unbemerkt bleiben. Bei regelmäßiger Wartung könnten Störungen früh- zeitiger behoben werden – oder treten im Ideal­fall gar nicht erst auf.

Solarwärme-Check – ein günstiges Angebot Ein unabhängiger Energieberater überprüft bei einem Vor-Ort-Termin zentrale Komponenten der Solarthermie-Anlage und schließt Messgeräte für die Aufzeichnung wichtiger Systemtemperaturen an. Diese Messdaten werden bei einem zweiten Termin nach einigen Tagen – davon mindestens einem Sonnentag – ausgelesen. Der Energieberater führt alle Daten zusammen, interpretiert die Messergebnisse und analysiert, wie die Effizienz der Solaranlage verbessert werden kann. Infos zur Terminvereinbarung finden Sie hier.

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